ドイツ語旅日記 エピソ−ド 6『幻想の町ハルシュタット』 - パ−ト6 「ヴィア・フェラ−タとカイザ−シュマ−レン」(2)


私が崖から落ちる寸前死にもの狂いでしがみついているのに「手を離して落ちなさい」と平然と指示するゲオルグ。安全装備に助けられたものの、宙吊り状態。そして、またもやカイザ−シュマ−レンの登場!

ドイツ語作家: ulenspiegel

 

"Bist du OK!?" kann ich Lisa von oben rufen hören. Dann habe ich gemerkt, dass ich in der Luft baumele. Ich kann vor mir eine Klammer sehen, aber sie ist außer Reichweite. Dann hat sich Georg von oben abgeseilt und ist gleich neben mir angekommen.

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"Bist du verletzt?" fragte er. Ganz benommen antwortete ich nur: "Nein." Er hat mich und sich selbst an einem sicheren Platz an der Wand gebracht, mich von meinen Sicherungsbändern befreit und an seinem Seil gesichert.

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Dann hat er sich mit mir weiter abgeseilt, den ganzen Weg runter bis zum Boden. Die ganze Rettungsoperation hat nicht mal 5 Minuten gedauert. Es war wie in einem Traum oder in einem Film; ich fühlte mich immer noch schwindlig.

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"Ist alles in Ordnung?" fragte Georg wieder. "Ich denke schon." antwortete ich und fragte: "Wieso hast du gewusst, dass mir nichts passieren kann?" Er antwortete: "Weil es unter dem Vorsprung nichts gibt, was dich erwischen könnte."

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"Außerdem hat ein Sicherungsband das automatische Auslösesystem, das sich beim Fall sehr langsam entfaltet." erklärte er. "Wo ist mein Sicherungsgerät?" fragte ich. "Es hängt immer noch oben." antwortete er.

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"Ich geh mal schauen, wie es Lisa da oben geht." sagte er und kletterte dann ohne Sicherung so schnell wie Spider-Man oder so flink wie eine Gämse hoch; bald erreichte er Lisa, während ich mit meiner Armbanduhr die Sekunden zählte.

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"Bist du OK? Soll ich runter kommen?" rief Lisa mir von oben zu. "Bin schon OK! Geh nur weiter mit Georg, ich warte hier!" rief ich zurück. Sie klettern noch höher, dann rechts bis sie aus meiner Sicht verschwunden sind.

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Währenddessen legte ich mich in den Schatten der Bäume aufs Grass; das Sonnenlicht strömte durch die gelben Herbstblätter; das Licht und die Schatten tanzten um mich herum; langsam fühlte ich müde und schlief ein ?

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Plötzlich finde ich mich an der Wand wieder, diesmal viel viel höher, mit Lisa, Georg und einer dritten Person, die sehr seltsam aussieht. "Wer sind Sie und wo kommen Sie denn her?" fragte ich misstrauisch.

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"Ich bin der Kaiser!" antwortete er ganz stolz. Ja, er sieht wie ein König oder ein Kaiser aus, mit einem großen dicken Schnurrbart; er trug eine graublaue Uniform, die mit vielen Orden und golden Kordeln dekoriert ist.

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Dabei habe ich gedacht: was ist das für ein Kaiser, der allein in einer Wand klettert? Er sieht überhaupt nicht sportlich aus, sondern wie ein riesengroßer Stoffbär mit blassgelber Haut, die Marshmallow-weiche Beschaffenheit hat.

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"Es ist ganz gefährlich, Sie tragen kein Sicherungsgerät." sagte ich. "So was brauche ich nicht, weil ich ein hervorragender Bergsteiger bin!" antwortete er mit einem Ausdruck von Kaiserwürde ? in dem Augenblick taumelte er wie ein Betrunkener.

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"Vorsicht!" rief ich und streckte meine Hand zu seiner, griff seine Finger, aber die Finger sind von seiner Hand abgerissen und er stürzte sofort ab; er wurde zerrissen und zerkleinert, indem er mehrmals an die Felsen krachte.

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Was in meiner Hand geblieben ist, waren keine Finger, sondern drei Stückchen Teig. Als ich es aß, hat es nach Kaiserschmarrn geschmeckt. Als ich zurück auf den Boden kam, habe ich noch mehr Stückchen zerstreut gefunden und sie in meine Hand gesammelt.

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"Wach auf, Jun! Du erkältest dich, wenn du hier so schläfst!" Ich hörte Lisa und fühlte mich an meiner Schulter geschüttelt. "Ach, seid ihr schon lange hier? Ich habe gerade den seltsamsten Traum gehabt."

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"Du hast im Schlaf gekichert, als wir hier zurückkamen." sagte Lisa lachend. Im Auto habe ich ihnen dann von meinem komischen Traum erzählt. "Aber warum Kaiserschmarrn?" fragte Georg sich wundernd.

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"Am zweiten Tag in Hallstatt, hat Jun zum ersten Mal Kaiserschmarren gegessen und er dachte, es sei ein zerrissener Pfannkuchen." erklärte Lisa. "Und der abgerissene Finger, von dem Georg uns erzählt hat." fügte ich zu.

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"Aber warum nennt man das Kaiserschmarren?" fragte Lisa. "Dazu gibt es mehrere Hypothesen und Legenden." antwortete Georg, "Einer Legende nach erfand der Hofkoch einen leichten Nachtisch für Kaiser Franz Josephs Gemahlin Elisabeth,

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die abnehmen wollte. Aber es hat ihr nicht geschmeckt, und der Kaiser sagte: Dann gib mir halt den Schmarrn* her. Ihm hat es sehr geschmeckt und es wurde sein Lieblingsnachtisch." "Kaiserschmarren als Diätnachtisch!? Unglaublich!" sagte ich.

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"Wenn das ein leichter Nachtisch sein soll, was war dann ihre Hauptspeise!" sagte Lisa. "Laut einer anderen Variante, hat Kaiser Franz Joseph, während seiner Jagdreise in diesem Gebiet, eine Bauernhütte besucht." erzählte Georg wieder.

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"Der Bauer musste dem Kaiser was leckeres anbieten. Er machte einen Pfannkuchen, aber er war so nervös, dass er es total vermasselte. Er bedeckte seinen Schmarrn mit Pflaumenmarmelade und servierte es dem Kaiser mit zitternden Händen."

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"Zum Glück und zu seiner großen Erleichterung soll der Kaiser davon so begeistert gewesen sein, dass er den Schmarrn Kaiserschmarrn getauft hat." endete Georg. "Der arme Bauer! Das erinnert mich an eine Legende über den Ursprung von Nattō" sagte ich.

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"Ein Samurai-General befahl den Dorfbewohnern seine Armee mit Nahrung zu versorgen. Sie lieferten gekochte Sojabohnen in Säcken aus Reisstroh, gebunden an die Sättel der Pferde. Aber die Sojabohnen verdarben durch die Körperwärme der Pferde."

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Ich fuhr weiter vor: "Sie haben um ihr Leben gebangt: Der General würde sie aus Wut enthaupten. Sie hatten aber keine andere Wahl als die verdorbenen Sojabohnen anzubieten. Zu ihrem Erstauen, war der General begeistert und sehr dankbar."

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"Die Sojabohnen waren nicht verdorbenen, sondern fermentiert und haben den Soldaten viel Kraft gegeben die Feinde zu besiegen." "Das ist eine gute Geschichte. Unser Kaiserschmarrn hat jetzt in Japan seine Schwester-Nattō." sagte Georg und wir alle fingen an zu lachen.

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