ドイツ語旅日記 エピソ−ド 3 『幻想の町ハルシュタット』 パ−ト3 「迷路に迷い込んで」


カフェ−でカイザ−シュマ−レンを食べてから、迷路のような町の奥へ奥へと進んで行きました。そこで私たちを待ち受けていたのは、ユニ−クなオブジェの数々と思いがけないできごと。

ドイツ語作家: ulenspiegel

 

Nach dem Kaffeetrinken sind wir wieder los, um die Stadt weiter zu entdecken. Von einer Ecke des Platzes führt ein schmaler Pfad weiter aufwärts; er wird immer schmaler und schmaler und verzweigt sich in alle Richtungen.

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"Kennst du Escher, den niederländischen Künstler?" fragte ich. "Nein." antwortete Lisa. "Er ist sehr bekannt als Grafiker, der sich mit der Darstellung perspektivischer Unmöglichkeiten und optischer Täuschungen beschäftigte.

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Hier kam es mir vor, als wäre ich in einem seiner Bilder, als würde ich in seiner Täuschungsgrafik Perpetuum-Mobiles laufen." sagte ich. "Ach ja, ich habe auch das Bild irgendwo gesehen, das Bild mit einem Wasserfall und der endlosen Treppe?" fragte sie.

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"Das ist es! Daran erinnert es mich hier mit diesen Pfade und Treppen, die sich immer weiter zu entwickeln und einen zu verwirren scheinen." sagte ich. Tatsächlich haben wir jetzt die Orientierung verloren.

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"Komisch, wir sind schon einmal hier gewesen. Ich hab' das Haus mit dem grünen Fensterrahmen schon gesehen." sagte ich verwirrt. "Nein, das sieht nur ähnlich aus. Dieses Haus hat eine andere Tür." erwiderte Lisa.

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"Aber keine Sorge, niemand außer einem Dummkopf kann sich hier verlaufen. Wenn man unsicher wird, kann man einfach runter zum See laufen." sagte ich. Eigentlich hat es uns viel Spaß gemacht weiter die entfernten Teile der Stadt zu erkunden, wie in einem Labyrinth.

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Unerwartet wird man überrascht von eigentümlichen Objekten, die plötzlich erscheinen, aus einer Nische zwischen kleinen Häusern, in der Ecke eines Gartens, auf dem Giebel eines Hauses oder hinter einem Fensterglas.

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Einmal wurde Lisa von einem Kopf mit einem Hut erschreckt, der auf einer Fensterbank stand, wie ein enthaupteter Kopf. Bei näherer Besichtigung hat er sich als nur ein gemalter Puppenkopf erwiesen.

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In einem Garten habe ich eine interessante Bank gefunden. "Lisa, schau mal diese Bank. Sie ist komplett bedeckt mit Kräuter. Am botanischen Garten in Cambridge, habe ich eine ähnlichen Bank gesehen, auf der Minze wächst.

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Wenn man drauf sitzt, fängt es an nach Minze zu riechen." erklärte ich. "Das ist eine gute Idee! Ich möchte auch so eine Bank zu Hause haben." antwortete sie. "Aber man sollte nicht zu lange darauf sitzen,

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mein Hintern roch den ganzen Tag nach Minze, sogar während des Vortrags, der Lehrer und auch die Studenten haben lange nach der Geruchsquelle geschnüffelt. Es war mir sehr peinlich!" sagte ich lachend.

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Eine Bretterwand war voll gehängt mit mittelalterlichen Bauernwerkzeugen, wie Spaten, dreizinkige Heugabel, Rechen, Dreschflegel, Pflug, alles aus Holz gemacht, und Beil, Säge, Sense und viel mehr, deren Zweck ich nicht ahnen konnte.

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Der Giebel eines Hauses war dekoriert mit großen und kleinen Geweihen von Hirschen und Ziegen, zwölf Paare alles zusammen und ganz ordentlich arrangiert. Am Gartenzaun eines anderen Hauses war eine Hexe, aus Treibholz gemacht, auf einem Besen.

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Fast jedes Haus oder Hütte hat etwas Einzigartiges stolz vorzuzeigen, als würden sie miteinander konkurrieren, um die Touristen zu beeindrucken. "Wenn es ein Wettbewerb wäre, ist für mich die Kräuterbank bisher die Nr.1." sagte Lisa.

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"Nein, bestimmt das Hause mit den vielen Bauernwerkzeugen!" erwiderte ich. Als wir den höchsten Punkt der Stadt erreichten, hatten wir einen wunderschönen Ausblick auf den See. Nun sind der Nebel und die Wolken ganz verschwunden.

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Die blauvioletten Schatten der Berge wurden so deutlich auf dem See reflektiert, wie auf einem riesengroßen Spiegel. "Es sieht so traumhaft aus, so ruhig und beschaulich!" sagte Lisa bezaubert.

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Ich bin auch ganz in den Bann der stillen Szene gezogen; nur die weißen Spuren einiger kleiner Boote stören den großen Spiegel; die Dächer der alten Häuser, Kirchturmspitzen und die Kais ? die ganze Stadt scheint versunken in schläfrigem Frieden.

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Als wir auf dem Weg nach Hause waren, war ich so mit meiner Kamera beschäftigt, dass ich Lisa verloren habe. "Komisch, ist sie links diese Treppe herunter gegangen oder rechts den Pfad?" sagte ich zu mir selbst.

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"Aber nur keine Panik, hier kann man sich nie verirren wie in Heidelberg, ganz einfach runter laufen." dachte ich. Dann ist mir plötzlich eine spielerische Idee eingefallen: "ich will viel schneller als Lisa runter laufen und sie überraschen."

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Um ihr zuvorzukommen, habe ich einen anderen Weg genommen, der direkt in Richtung unserer Wohnung zu führen schien. "Komisch, ich bin schon 25 Minuten unterwegs, aber keine Wohnung in Sicht." dachte ich zweifelnd.

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Der Weg wird schmaler und schmaler und führt mich weiter zwischen dichten Bäumen, die meinen Blick auf den See blockieren; jetzt habe ich meinen Richtungssinn komplett verloren und angefangen, mich ein bisschen mulmig zu fühlen.

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Seltsamerweise habe ich mich jetzt auf einem einsamen Wanderweg wiedergefunden. "Wohin ist der See denn verschwunden! Könnte ich in einer anderen Dimension verloren sein?" sagte ich scherzhaft, um mich vom unruhigen Gefühl abzulenken.

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"Wo warst du, Jun! Ich habe zweimal die Stadt nach dir durchsucht!" rief Lisa. "Entschuldige. Ich habe mich komplett verlaufen. Ich habe einen sehr schlechten Orientierungssinn." sagte ich als Ausrede.

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"Lass uns überm Abendessen davon reden. Ich sterbe fast vor Hunger! Du musst auch sehr hungrig sein." sagte sie. "Ja, ein bisschen. Dank des Kaiserschmarrens konnte ich ohne Mittagessen so lange laufen. Das war immerhin eine richtige Entscheidung!"

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