ドイツ語旅日記 エピソ―ド 34 『リサの日本ひとり旅』 パ―ト1 「魚に目がある」


今回はリサが日本をひとり旅した時のおもしろいエピソ―ドをご紹介します。
日本に着いた第一日目、さっそく風変わりな問題にぶつかりました。

ドイツ語作家: ulenspiegel

 

Nach 12 Stunden von Berlin über Moskau bin ich endlich in Tokio gelandet. Als ich aus der Zollabfertigung raus kam, hat Nishida-san schon auf mich gewartet, er rief meinen Namen und sagte auf Japanisch: "Yōkoso, Lisa-san!"

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"Hajimemashite, Nishida-san. Vielen Dank, dass Sie den ganzen Weg von Osaka hierher gekommen sind, um mich abzuholen", sagte ich. "Nichts zu danken, ich musste diese Woche sowieso für meine Arbeit in Tokio kommen", antwortete Nishida-san.

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Er erzählte, dass er in einem Reisebüro in Osaka arbeitet und oft die Zentrale in Tokio besuchen muss. "Sie sind sicher sehr müde nach so einem langen Flug", fragte er fürsorglich und holte meinen Koffer.

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"Das ist nett, vielen dank. Ich bin nicht so müde. Ich konnte im Flugzeug einige Stunden ziemlich gut schlafen." "War das Ihrer ersten Flug?" fragte Nishida-san. "Ja, ich hatte erst Angst mit dem alten russischen Flugzeug, aber es war sehr angenehm."

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Es war furchtbar heiß draußen, aber im Zug mit der Klimaanlage war es fast kalt. Ich war erstaunt, dass der Zug so nah an den Häusern vorbei fährt und dass all die Gebäude, alt und modern, klein und groß, so dicht nebeneinander standen.

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Die Gebäude in allen Farben und Formen, aber die blauen Dächer hoben sich besonders hervor. Der erste Eindruck von Japan war ganz anders als ich mir vorgestellt habe: Chaos statt Ordnung; Vielfältigkeit statt Einheit.

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"Wie finden Sie Tokio?" fragte Nishida-san. "Ich finde es überwältigend! Ich habe in anderen Städten nie so viele Häuser, so nah beieinander und so viele elektrische Leitungen gesehen! Und alles sieht ganz modern aus", antwortete ich.

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"Ja, manchmal haben Besucher ein falsches Bild von Japan. Einmal hatte ich Amerikaner zu Gast, die glaubten, dass alle Japaner noch in alten hölzernen Häusern wohnen und sich in Kimonos kleiden" sagte er lachend.

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Während wir an der Tokio-Station auf den Shinkansen warteten, hat Nishida-san Ekiben und Mikan gekauft. Der Shinkansen "Hikari" kam ganz pünktlich. "Wow, der Zug hält auf die Sekunde genau an!" sagte ich sehr beeindruckt.

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"Ja, die Pünktlichkeit der japanischen Bahnen ist weltberühmt, aber eigentlich macht es den Zugführern viel Stress", sagte er und reichte mir eine Mikan. "Diese Mikan ist ein bisschen gefroren und so süß!" sagte ich.

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"Ja, ich mag gefrorene Mikan im Sommer, es ist sehr erfrischend", sagte Nishida-san mit einem breiten Lächeln. Er trägt eine große Brille mit dicken schwarzen Rahmen und hat immer solch ein entwaffnendes Lächeln im Gesicht.

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Der Zug ist extrem flott unterwegs, aber unglaublich leise. Einmal aus der Stadt raus, kommt mehr Natur in Sicht: vielfältige Wellen von grünen Bergen und Wäldern, kleine und große Flüsse, Wiesen, Äcker und Reisfelder.

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Dann erscheint plötzlich ein hoher blauer Berg vor meinen Augen. "Das ist Fuji-san, nicht wahr?!", rief ich und nahm einige Fotos auf. Der Gipfel ist schneebedeckt und eine wie ein Regenschirm aussehende Wolke schwebt darüber.

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Wie graziös sieht er aus ? in dem langen weiten Kimono von blaugrauem Nebel verschleiert bis zum Fuße! Eine Weile später fährt der Hikari durch frischgrüne Teefelder in Shizuoka.

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Dann sagte Nishida-san: "Lass uns Mittag essen." Es war das erste Mal, dass ich echtes japanisches Essen gegessen habe. "Es schmeckt nicht nur sehr gut, es sieht auch sehr schön aus mit so vielen Farben. Wie heißt dieses Zeug in rosa und weiß?"

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"Das ist Kamaboko, es ist aus Fisch gemacht", antwortete er. "Aus Fisch? Es schmeckt ein bisschen wie Leberkäse", sagte ich. Eigentlich, hatte ich schon vermutet, dass das aus Fisch gemacht ist, aber ich habe einfach nur herumgelabert...

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Denn schon als ich den Deckel vom Obentō aufgemacht hatte, habe ich einen Schreck bekommen, weil meine Augen sofort auf die vielen winzigen Fische und ihre weißen Augen fielen, die in einer Ecke der Obentō-Schachtel unheimlich lauerten!

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Nun, was soll ich machen? Alles auf einmal schlucken...? Nein, das kann ich niemals, aber es ist unhöflich, wenn ich es übrig lasse ? habe ich irgendwo gelesen. Diese vielen Augen sehen aber so eklig mitleiderregend aus!

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Dann blickte ich zu Nishida-san und merkte, dass er die Fische auch noch nicht gegessen hat. "Vielleicht mag Nishida-san sie auch nicht..." dachte ich. In dem Fall löst sich mein Problem ganz einfach. Wunderbar!

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Ein paar Minuten später waren nur noch die Fische und ein bisschen Reis in meiner Schachtel. Dann fragte Nishida-san plötzich: "Schmecken Ihnen die Fische nicht?" "Ich mag Fisch, aber ihre Augen..." antwortete ich und es war mir sehr peinlich.

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"Ich kaufe immer wieder dieses Ekiben, jedesmal wenn ich nach Tokio komme. Diese Fische sind meine Lieblingsspeise. 'Watashi-wa-kono-Sakana-niwa-Me-ga-nai' würde man auf Japanisch sagen", sagte Nishida-san scherzend und fing an ganz laut zu lachen.

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"Was meinen Sie?" fragte ich total verwirrt. "Das bedeutet, dass man nicht widerstehen kann", antwortete er. "Dann muss ich sagen, Watashi-wa-kono-Sakana-niwa-Me-ga-aru" sagte ich. Daraufhin hat Nishida-san den Reis fast rausgeprustet.

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