ドイツ語旅日記 エピソ―ド 19 『学問と文化の町ケンブリッジ』 パ―ト6 「一枚の癒しの絵」


前回から引き続きフィッツウイリアム美術館での意外な発見の幾つかをご紹介します。
二階にはルイ王朝の家具や中国の骨董品などが造作なくそのまま置かれていました。

ドイツ語作家: ulenspiegel

 

Im nächsten Raum sind viele archäologische Funde vom europäischen Mittelmeer, Nahost und Mesopotamien: Marmorstatuen, Reliefsteine, Zylindersiegel, kleine Steinfiguren aller Art und Formen.

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"Lisa, komm mal her und schau dir diese komischen Figuren an. Sie sehen wie Außerirdischen aus!" "Ja, sie haben so große und schräge Augen wie Aliens, aber was sind sie denn?"

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"Sie sind die Götzen aus Nahen Osten. Vielleicht besuchten die Außerirdischen tatsächlich die Urbewohner, die sie als ihre Götzen angebetet haben. Sie sehen ein bisschen wie die japanischen Doguus aus."

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"Guck mal, das Zylindersiegel da, das ist überall mit Keilschrift bedeckt." zeigte Lisa das kleine Siegel, etwa 7cm lang. Der danebenliegende Ton zeigte einen Eindruck, den man durch das Walzen mit dem Siegel machte.

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Im nächsten Raum war alles vom Alten Ägypten: Mumien-Sarkophage, Sandstein-Reliefs, Bruststatuen von Pharaonen, bunte Papyrus-Bilder und vieles mehr.
Darunter war die Szene einer Kuhschlachtung aus Holzfiguren.

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Die stellte drei Männer dar, die dabei sind eine Kuh zu schlachten. Einer hat ein Messer um den Hals aufzuschneiden, der Andere holt einen Schüssel um das Blut aufzufangen. Durch die bunten Farben wirkt die Szene sehr lebhaft.

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"Seltsamerweise erinnert mich die Kuh an die Wiese, die mein Bruder für seine Modellbahn gemacht hat." bemerkte Lisa. Im nächsten Raum sind schöne Marmor- und Bronzestatuen aus dem antiken Griechenland und Rom.

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"Wow, diese Statuen sind wunderschön und sehen so edel aus!" rief Lisa ganz beeindruckt. "Einen interessanten Gegenstand wollte ich dir zeigen. Dort in der kleinen Vitrine. Kannst du erraten, was es ist?"

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"Was soll das sein? Eine Art Gerät oder Werkzeug? Ein Arm hat eine Gabel am Ende und einen Löffel am anderen Ende. Das ist ein Schweizer-Messer!?" "Genau! Es hat auch einen Zahnstocher, einen Haken und etwas, das wie ein Ohrlöffel aussieht."

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"Genial, man kann alles in den kleinen Griff reinklappen. Wozu benutzt man den kleinen Haken?" fragte sie. "Die Informationstafel sagt, dass man ihn benutzt eine Schnecke auszuschälen." "Dann aßen die Römer also Schnecken und erfanden das Armeemesser?"

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"Ja, es scheint so. Schon 300 vor Christus." Auf dem Treppenflur zum ersten Stock fand Lisa ein große chinesische Vase von der Ming-Dynastie. "So eine aufwendig gearbeitete Vase, so ungeschützt steht sie in der Ecke!"

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"Ich habe gehört, dass es eine Zweite dazu gab. Die Andere wurde versehentlich von einem Besucher zerbrochen und dann musste man hunderte von Einzelteilen wieder zusammenfügen. Als sie fertig war, wurde der Reparaturprozess selbst eine Ausstellung."

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Im ersten Stock stehen wertvolle Möbel vom 17. bis 19. Jahrhundert, sogar ein Schrank von Louis XIV ganz ungeschützt in einer Ecke mit einem Schild, das einfach sagt: "Bitte nicht berühren."

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"Jun, komm und guck mal, was ich hier gefunden habe!" sagte Lisa ganz begeistert bei einem Glasschrank. "Das ist eine schöne Taschenuhr." bemerkte ich. "Nicht nur schön, schau mal, sie hat einst Beethoven gehört!"

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"Echt? Ach, ja. Das habe ich nie bemerkt, weil ich diesen Raum hier sehr langweilig gefunden habe und immer vorbei gegangen bin. " "Welcher ist dann dein Lieblingsraum?" fragte sie.

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"Die nächsten 3 Räume für die Kunstwerke mag ich am liebsten. Ich möchte dir ein interessantes Gemälde zeigen." Die Sammlung, die sich über das 13. bis 20. Jahrhundert spannt, ist erstaunlich vielfältig.

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Darunter sind: Zeichnungen von Da Vinci, Rembrandt, Degas; Gemälde von Titian, Rubens, Corot, Turner, Constable, Delacroix, Courbet, Monet, Sisley, Pissarro, Cezanne, Gogh, Bonnard, Matisse; Skulpturen von Picasso, und noch viel mehr.

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"Ich verstehe nun, warum du diese Räume magst. Hier gibt es so viel Licht und Farben, als wäre man in eine ganz andere Welt hinein getreten." bemerkte Lisa beeindruckt. Besonders gefiel ihr ein Gemälde von Monet, mit vielen Pappeln an einem Bach entlang.

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"Schau dir mal an die blauen Schatten und das Licht an, das durch die grünen Blätter sickert. Gegen das frische Himmelblau scheinen die Blätter wirklich zu zittern!" "Ja, das soll eins von 32 Bildern von der Pappel-Serie sein."

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"32 Bilder ? nur von Pappeln! Monet muss davon ganz besessen gewesen sein. Welches Gemälde wolltest du mir zeigen?" "Das gerade daneben." "Das dunkle Gemälde rechts? Wer hat das gemalt?" "Auch Monet." "Was! Das sieht aber komplett anders aus!"

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Das stellt ein Brücke im Bau unter trübem Winterhimmel dar. Der Unterschied könnte kaum größer sein. "Es sieht ein bisschen depressiv aus." sagte Lisa. "Ja, aber schau mal wie sich das Baugerüst widergespiegelt auf dem trüben Wasser."

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"Und wie der Fluss den blau-weiß Rauch des Dampfschiffs reflektiert. Wie fein und harmonisch all die Grautöne wirken." "Ja, das kann ich auch sehen. Komisch, jetzt wirkt das ganze nicht mehr kalt und depressiv sondern warm und sehr reich."

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"Empfindest du das auch? Im ersten Winter in England war ich oft deprimiert ? weil ich dem Unterricht kaum folgen konnte, und dazu das dunkle miserable Wetter jeden Tag. Wenn mein Herz schwer wie Blei wurde, kam ich oft hierher und setzte mich vor das Gemälde."

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"Komischerweise, je länger ich auf das Bild starrte, desto leichter wurde mein Herz und es füllte mich mit neuer Kraft." "Ich weiß, was du meinst. Beethovens Musik wirkt genauso auf mich ? besonders die Werke, die er in seiner dunkelsten Zeit komponierte."

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"Ja wohl, bestimmte Kunstwerke haben für bestimmte Leute eine Heilungskraft. Vielleicht probiere ich es nächstes Mal auch mit Beethovens Uhr. Sie sollte mit ihm auch eine ziemlich dunkele und hoffnungslose Zeit durchgemacht haben." sagte ich halb ernst.

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